Die Nationalparks von Simbabwe

1926 wurde in Simbabwe der erste Nationalpark ausgewiesen. Drei Jahre später kam mit dem Hwange-Nationalpark der bis heute noch flächenmäßig größte dazu. Von 1950 bis 1952 sowie im Jahre 1975 folgten noch acht weitere Nationalparks, die zusammen mit ähnlich geschützten Gebieten wie Landschaftsparks oder Reservaten rund ein Zehntel Fläche Simbabwes einnehmen.

Zwanziger Jahre

Ursprünglich als Rhodes-Matopos-Nationalpark gegründet, wurden die Grenzen des Parks zwischenzeitlich verkleinert und Gebiete erneut zur Besiedlung freigegeben. In seiner jetzigen Form besteht er seit 1953 und trägt den Namen Matobo-Nationalpark. Obwohl ein hohes Touristenaufkommen herrscht, beherbergt der Park eine intensive Schutzzone, in der sich die vom Aussterben bedrohten weißen und schwarzen Nashörner vermehren können, die auch in den Parks immer von Wilderen bedroht sind. Neben der reichen Tier- und Vogelwelt wird die Landschaft von den Matobo-Bergen geprägt, die eine Attraktion für Wanderer und Kletterer sind.
Der Hwange-Nationalpark im Nordwesten des Landes bietet den Besuchern besondere Attraktionen wie eine der größten Elefantenpopulationen der Welt.

Fünfziger Jahre

An der östlichen Landesgrenze findet sich seit 1950 der Chimanimani-Nationalpark mit einer weitgehend unberührten Berg- und Waldlandschaft, die nur zu Fuß erreichbar ist und zu den über 2300 m hohen Berggipfeln führt. Ebenfalls 1950 gegründet und im östlichen Hochland gelegen ist der Nyanga-Nationalpark, der aufgrund seiner Höhenlage Wanderer mit recht kühlem Klima empfängt.
Am bekanntesten dürfte der Nationalpark Viktoriafälle gegenüber der auf sambischem Gebiet gelegenen Wasserfälle sein, der touristisch sehr gut erschlossen ist. Da sich am Park direkt ein Grenzübergang befindet, ist es möglich, auch die Fälle direkt zu besuchen.

Siebziger Jahre
Durch den Parks & Wildlife Act wurden 1975 fünf weitere Nationalparks gegründet.
Im Nordwesten bietet der Chizarira-Nationalpark dabei Offroad-Enthusiasten durch sein gutes Pistennetz die Möglichkeit, ihn im Geländewagen zu erkunden, während Wanderer ihn wegen der zahlreichen Raubkatzen nur in Begleitung erfahrener Führer betreten dürfen.
Der Gonarezhu-Nationalpark ist mit seinen 5000 Quadratkilometern zwar einer der kleineren Parks, jedoch Bestandteil des grenzübergreifenden Great Limpopo Transfrontier Park, zu dem auch Teile Südafrikas und Mosambiks gehören.
Während der Kazuma-Pan-Nationalpark als Rückzugsmöglichkeit für die Tiere aus dem angrenzenden Safarigebiet eingerichtet wurde und weitgehend unerschlossen ist, gehört der Mana-Pools-Nationalpark zu den beliebtesten Touristenzielen entlang des Sambesi und bietet die seltene Gelegenheit trotz der Raubtiere ohne Begleitung auf den Flussbänken zu wandern.
Anders hingegen stellt sich der Matusadona-Nationalpark mit seinem künstlich angelegten Kariba-See dar, der eine intensive Schutzzone und Heimat umgesiedelter Nashörner ist.

Drei der Nationalparks gehören mittlerweile zum Weltnaturerbe der UNESCO, darunter auch der Nationalpark Viktoriafälle.

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