Reisebericht Zimbabwe

Als großer Afrika-Freund war ich schon in vielen Ländern des schwarzen Kontinents zu Gast. Und auch wenn das Land im südlichen Afrika aus den vielen unerfreulichen Schlagzeilen nicht herauskommt, wollte ich das – übrigens touristisch noch recht unerschlossene Simbabwe nun endlich auch bereisen. Billigflug sei Dank starte ich meine Tour am Frankfurter Flughafen mit Zwischenstopp in meinem geliebten Johannesburg in Richtung Harare, der größten Stadt und gleichzeitig Hauptstadt des Landes. Mein Billigflieger bringt mich zuverlässig nach Harare, das mich empfängt wie jede internationale Großstadt auch: emsige Geschäftsleute, hupende Autos, zahlreiche Studenten, große Hotels, diverse Geschäfte und Märkte. Ich fühle mich spontan wohl, erst recht, als ich mich mit meinem alten Freund aus Südafrika Joseph am vereinbarten Treffpunkt neben der University of Zimbabwe im Norden der Stadt treffe. John studiert hier am Institute of Food, Nutrition and Family Sciences und führt mich erst einmal ausführlich über das Campusgelände. Später fahren wir wieder in die City, schlendern über den Markt von Mbare, machen einen Abstecher ins Queen Victoria Museum und lassen den Abend im Hotelrestaurant ausklingen. Morgen früh soll es zeitig losgehen: zu den Victoriafällen. Wie lange ich mich schon darauf freue, dieses beeindruckende Naturschauspiel endlich live zu erleben. Mit Zwischenstopp in Bulawayo geht es gemeinsam mit Joseph und seiner Freundin mit dem Mietwagen in den Westen von Simbabwe. Nach reichlich fünfstündiger Fahrt erreichen wir dann am frühen Nachmittag Bulawayo. Die Stadt ist fantastisch und wir entschließen uns spontan den Zwischenstopp auszudehnen. Ich bin beeindruckt von den vielen viktorianischen Häusern, den breiten Alleen und wage einen Abstecher zu den Ruinen von Khami, die ebenso zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören wie der Matobo Hills Nationalpark. Doch den heben wir uns für den nächsten Tag auf. Völlig erschöpft und beeindruckt von Bulawayo sinken wir am späten Abend in die Hotelkissen. Morgen soll es dann in den ältesten Nationalpark Simbabwes gehen. Auch Tag drei meiner Simbabwe-Reise soll voller neuer, fantastischer Eindrücke sein. Der Matabo Nationalpark nimmt mich mit seinen beeindruckenden Felsen und Tälern völlig gefangen. Dass diese unbeschreiblich schöne Natur tatsächlich noch übertroffen werden kann, ist mir noch unvorstellbar. Als wir aber dann am nächsten Tag endlich die Victoriafälle erreichen, bin ich sprachlos. Gewaltige Wassermassen, atemberaubende Schluchten, fantastische Regenbögen – es ist wie in einem Traum. Sicher, der Nationalpark Victoriafälle ist touristisch quasi überseht mit Amerikanern, Japanern und auch Südafrikanern, aber das tut dieser unglaublichen Schönheit keinen Abbruch. Ich würde gern eine lange Zeit hier verbringen, aber die Rückfahrt wartet und so machen wir uns zurück auf den langen Weg nach Harare. Von dort aus soll es dann in Richtung Masvingo gehen, Ausgangspunkt für unsere Tour nach Great Zimbabwe, der berühmten Ruinenstadt.

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