Frontex und die toten Flüchtlinge

Da haben wir endlich mal eine positive Vision eines guten Menschen. Den Nazivergleich hast Du zwar vergessen aber ich hoffe, das holst Du in der nächsten Replik nach. Gut, dann habe ich zwei Fragen. Es soll eine Flüchtlingsbewegung geben. Nein, nicht den in den bösen kapitalistisch faschistischen Westen, sondern nach Südafrika aus Zimbabwe. Was ist da los? Nach meinen amateurhaften Vorstellungen gibt es nur drei Gutmensch-kompatible Möglichkeiten. – Variante 1: Es gibt keine Flüchtlinge. Das ist bloße westliche Propaganda um ein afrikanisches Erfolgsmodell zu diskreditieren. – Variante 2: Es gibt Flüchtlinge, aber die haben lediglich nicht geschnallt, wie gut es ihnen in selbstbestimmten Kooperativen auf besetztem Land tatsächlich geht. Das bedeutet, es gibt dort dringenden Bedarf an Leuten wie Dir, die den Eingeborenen die Welt so erklären wie sie tatsächlich ist. – Variante 3: Es gibt Flüchtlinge und Hunger, aber das ist eine gigantische kapitalistisch-kolonialistisch-faschistische Verschwörung um den nach Castro und Chavez weisesten und geliebtesten aller Führer Mugabe in die Kapitulation zu zwingen. Aber damit werden sie nicht durchkommen! Lieber aufrecht sterben als auf Knien leben! Welche Variante bevorzugst Du? Und bitte, wenn Du antwortest nicht wieder den Nazivergleich vergessen. Ich gehöre zu einer masochistisch veranlagten Minderheit in diesem Forum und brauche das!

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Zimbabwe – Mugabe auf Schäubles Spuren

Sehr nette Umschreibung für die Tatsache dass sich Simbabwe in 10 Jahren vom größten Nahrungsmittelexporteur Afrikas zu einem Land entwickelt hat, in dem ohne ausländische Lieferungen jederzeit eine katastrophale Hungersnot ausbrechen kann – ganz abgesehen davon dass die früheren Exporte jetzt woanders fehlen und auch dort nun Hunger droht. Die Situation in Zimbabwe ist weitaus drastischer als man das in deutschen Medien mitbekommt. Der Hunger ist schon längst da, die Geschäfte sind leer, nachdem von Mugabe zwangsverordnete Preissenkungen zu Panikkäufen geführt haben. Das ganze Zeug taucht dann natürlich zum dreifachen Preis auf dem Schwarzmarkt auf. Es wäre wohl kaum untertrieben zu sagen, dass die Zahl der Flüchtlinge, die täglich hier in Suedafrika ankommen, in die Zehntausende geht. Das Ergebnis ist steigende Arbeitslosigkeit und eine eskalierende Kriminalität. Der südafrikanische Präsident wird von Europa und Amerika immer kritisiert, weil er nicht auf den Tisch haut. Die Wahrheit ist aber, dass Südafrika kein Interesse daran haben kann, dass Zimbabwe kollabiert – wir sitzen dann hier mit dem Schlamassel. Vielleicht sollte man die Millionen Zimbabwer, die mittlerweile in Südafrika leben, einfach mal nach Europa verschiffen, eventuell begreift man dann dort, was für ein Problem das hier eigentlich ist. Zum Spass hält Mbeki jedenfalls nicht die Füße still.

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